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 Services Donnerstag, 28. Aug 2008
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Entwicklungskalender: Das erste Lebensjahr

von Gabriele Möller
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Ihr Baby ist nun zu Hause und Sie sind vielleicht ebenso glücklich wie unsicher: Machen wir auch alles richtig? Geben wir unserem Kind alles, was es braucht? Kann denn jeder so ein Baby pflegen oder sollte man nicht gar in mehrjährigen Studien erst ein Säuglingspflege-Diplom erwerben? Vertrauen Sie Ihrer Intuition: Man lernt sehr schnell zu verstehen, was das Baby gerade möchte und benötigt. Bald können Sie seine verschiedenen Gesichtsausdrücke und Lautäußerungen richtig einschätzen. Und haben Sie keine Angst, Sie könnten dem Baby unabsichtlich wehtun, weil es doch noch so zerbrechlich wirkt. Man kann ein Baby – ob beim Baden, Wickeln oder Hochheben – ruhig beherzt anfassen, es ist nicht aus Glas. Dies gilt vor allem für die Väter, die anfangs oft große Scheu haben, sich an der Säuglingspflege zu beteiligen. Überhaupt ist Vertrauen in sich selbst und in die neue Situation so entscheidend wie nie. Denn manchmal fahren die Gefühle mit den jungen Eltern steile Kurven auf der Achterbahn. Da ist zum Beispiel die Vorstellung, sobald das lang ersehnte Baby da sei, breche die totale Glückseligkeit an. Doch viele vergessen, dass zugleich eine Phase bevorsteht, die so neu und stressig ist wie kaum eine zuvor. Ein Baby bedeutet nicht nur Glück, sondern auch richtig harte Arbeit.

Ein wenig Zeit für sich selbst

Ihr Baby ist vom ersten Tag an die Hauptperson in der Familie, um die sich jetzt (fast) alles dreht. Das muss so sein, denn es ist schließlich das hilfloseste Familienmitglied und hat ganz elementare Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen, soll es gedeihen und zufrieden sein. Doch oft ist es für die Eltern schwer, ihre eigenen Bedürfnisse so stark zurückzuschrauben. Viele Mütter und Väter waren lange Zeit berufstätig, konnten ihre Hobbys pflegen und frei über ihre Zeit bestimmen. Damit der Wechsel in das neue Leben nicht zur persönlichen Härte wird, gibt es nichts Wichtigeres, als täglich ein wenig Zeit für sich selbst zu haben. Seien Sie in diesem Punkt egoistisch! Spannen Sie die Familie ein, überlassen Sie das Kind regelmäßig für kurze Zeit den Großeltern oder anderen Verwandten. Sind die nicht greifbar, wechseln Sie sich abends mit dem Partner ab, erst nimmt dieser für eine oder zumindest eine halbe Stunde das Kind, dann Sie. So kann sich der jeweils andere ein wenig zurückziehen zum Lesen, Telefonieren, Briefe schreiben oder einfach nur zum Faulenzen.

Das Baby - ein individuelles Wesen

Ihr Baby ist zwar erst kurze Zeit auf der Welt, aber es kann jetzt schon eine ganze Menge: Es verfügt über eine Reihe angeborener Verhaltensweisen, die wir Erwachsenen längst verlernt haben. Bis vor kurzem glaubte man, ein Baby habe noch kein Ich-Gefühl und fühle sich mit der Mutter als eine Einheit. Neuerdings vermuten die Wissenschaftler jedoch eher, dass ein Neugeborenes sehr wohl schon weiß, dass es eine eigenständiges Wesen ist. Mütter wussten das instinktiv eigentlich schon immer. Ein Kind hat vom ersten Tag an schon einen unverwechselbaren Charakter und vor allem einen eigenen Willen. Es hat auch etwas in den Augen, in seinem Blick, das man schwer benennen kann. Etwas Altes, Wissendes und sehr Individuelles. Und nie sind zwei Babys der selben Mutter gleich in ihrem Verhalten und ihren Lautäußerungen, ihrem Gesichtsausdruck, ihren Vorlieben und Abneigungen.



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